Workshopsangebot zum Thema geraubte Kinder im Zweiten Weltkrieg

07.03.2022  |  Projektausschreibung

Interessierte Schulen, Jugendclubs und -organisationen aus Berlin und Brandenburg können bei uns einen oder mehrere Workshops buchen, in welchen Jugendliche sich mit Biographien von geraubten Kindern auseinandersetzen und einen Bogen zu aktuellen Kinderrechtsverletzungen schließen.

Das Angebot ist ein Teil des Projektes „Uprooted – Geschichte(n) geraubter Kinder im Zweiten Weltkrieg“, das sich mit Kindern beschäftigt, die während des 2. Weltkriegs aus Polen, Tschechien, der Ukraine und anderen Ländern nach Deutschland entführt und dort zwangsarisiert wurden. Ihr Schicksal ist bis heute nahezu unbekannt und viele kennen nach wie vor ihre Wurzeln nicht.

Wir möchten durch die Beschäftigung mit der Geschichte dieser zwangsweise verschleppten und entwurzelten Kinder zu einer Auseinandersetzung mit der rassistischen und menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten anregen. Darüber hinaus möchten wir uns für eine Sensibilisierung für die Bedeutung von Kinderrechten stark machen.

Angebot

Inhaltlicher Workshop – Dafür kommen geschulte Trainer*innen der Kreisau-Initiative in Ihre Schule/Jugendclub/-organisation. Der Workshop dauert mindestens 1,5 Stunden, kann aber nach Belieben und individueller Absprache auch ausgeweitet werden (z. B. mehrteilig). Während des Workshops setzen wir uns mit Biographien von Kindern auseinander, die das Schicksal der Zwangsarisierung und des sogenannten Kinderraubes während des Nationalsozialismus erfahren haben. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit aktuellen Kinderrechtsverletzungen in Deutschland und weltweit. Themen können hier auch von den Jugendlichen selbst gesetzt werden.

Zeitzeug*innengespräche – Auf Wunsch können wir ein Zeitzeug*innengespräch zum genannten Thema organisieren. Dies kann in Präsenz oder online stattfinden. Das Zeitzeug*innengespräch würde nochmal einen Extratermin beanspruchen. Die Jugendlichen werden von uns vor- und nachbereitet.

Medientrainings – Die Gespräche mit Zeitzeug*innen sollen filmisch und/oder auditiv dokumentiert werden (Ergebnis: kurze Videos und Podcasts). Daran können die Jugendlichen unter Anleitung von Expert*innen selbst mitwirken. Diese Einheit würde zwei Extratermine beanspruchen.

Möglicher Zeitplan

Termin 1

Termin 2

Termin 3

Termin 4

Termin 5

Ab April bis zu den Sommerferien

Nach den Sommerferien bis Ende November

mind. 1,5 Stunden

mind. 1,5 Stunden

2,5 Stunden

mind. 1,5 Stunden

mind. 1,5 Stunden

Inhaltlicher Workshop zum Thema „Geraubte Kinder im Zweiten Weltkrieg“

Medientraining Film oder Podcast I

Zeitzeug*innengespräch inkl. Vor- und Nachbereitung

Medientraining Film oder Podcast II

Inhaltlicher Workshop zum Thema „Aktuelle Kinderrechtsverletzungen“


Anmerkungen zum Zeitplan:

  • Die einzelnen Module sind nach individueller Absprache verlängerbar bzw. können sie auch an einem Termin miteinander kombiniert werden (z. B. inhaltlicher Workshop und im Anschluss Medientraining I)
  • Der inhaltliche Workshop mit historischem Schwerpunkt (Termin 1) steht für sich und kann einzeln gebucht werden. Um das Thema aktuelle Kinderrechtsverletzungen vertiefen zu können, empfiehlt es sich diesen Workshop (Termin 5) mit dem ersten zu kombinieren.
  • Das Zeitzeug*innengespräch empfiehlt sich in jedem Fall in Kombination mit dem inhaltlichen Workshop.
  • Das Medientraining kann zu den inhaltlichen Elementen dazu gebucht werden. Erfahrungsgemäß steigert es das Interesse der Jugendlichen an der Thematik, wenn sie auch selbst an einem Produkt mitwirken können.

Kosten

Das Angebot ist dank der Förderung von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) kostenfrei. Sie stellen den Mitarbeiter*innen der Kreisau-Initiative lediglich Ihre Räumlichkeiten und evtl. einige Materialien zur Verfügung.

Bei Interesse melden Sie sich bei:
Rebekka Uhlig
E-Mail: uhlig [at] kreisau.de

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