Uprooted

Teilnehmende des Projekts Uprooted der Kreisau-Initiative stellen ein Plakat in einer Runde vor.

Lange Zeit wurde kaum über sie gesprochen: Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs aus ihren Heimatländern wie Polen, Tschechien und der Ukraine nach Deutschland verschleppt wurden. Die Nationalsozialisten wollten sie „zwangsgermanisieren“ und ihnen ihre Herkunft, Sprache und Familie nehmen. Viele von den damaligen Kindern wissen bis heute nicht, wo ihre Wurzeln liegen.

Das Projekt „Uprooted“ holt diese Geschichten zurück ans Licht. Es erzählt von den Menschen, deren Identität geraubt wurde, und gibt ihren Stimmen ein Sprachrohr. Teilnehmende lernen mehr über ihre Biografien und die menschenverachtenden Ideologien des Nationalsozialismus. Dabei geht es auch um Kinderrechte und darum, wie wir diese in heutigen Zeiten schützen können.

Den ursprünglichen Fokus auf die Schicksale der geraubten Kinder aus Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs haben wir inzwischen erweitert. Wir thematisieren ebenfalls die Situation geraubter Kinder aus Rumänien und Belarus und die Schicksale griechischer Kinder unter deutscher Besatzung während des Zweiten Weltkriegs sowie während des Griechischen Bürgerkriegs. Außerdem freuen wir uns immer über neue Erweiterungen sowie Inputs und Kooperationsmöglichkeiten.

Auf der Programm-Website findest du weiterführende Geschichten, Lernmaterialien und Medienbeiträge.

Außerdem kannst du unsere „Uprooted“-Ausstellung für Schulen und Einrichtungen ausleihen. Wir bieten ebenfalls einen begleitenden Workshop zur Ausstellung an.

Partner

Contemporary Social History Archives (ASKI) (Griechenland)
KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V. (Deutschland)
Non-Governmental Organization "Kyiv Educational Center Toler Space" (Ukraine)
Post Bellum (Tschechien)
Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung (Polen)
Świat Rozpędu (Polen)

Förderer

Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau

Stiftung EVZ (Das ursprüngliche Projekt wurde von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert. Ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht von Oktober 2021 bis Dezember 2022.)

Das Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.