Die Geschichte einer Kampagne: „Young Changemaker“

28. März 2026

In einer Social-Media-Kampagne des Projekts Up2Youth teilen junge Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern, was sie bewegt. Projektmanagerin Eva Kell gibt einen kleinen, persönlichen Einblick in die Kampagne und was diese sichtbar machen soll.

Ein Social Media Post von Organisationen wie der Kreisau-Initiative, auf dem zwei Katzen mit Sprechblasen zu sehen sind.

Ein Katzenbild, ein Hund, ein Frettchen. Dann eine junge Person, die direkt in die Kamera spricht. Erst mal nichts ungewöhnliches in den sozialen Netzwerken. Wenn man genauer hinschaut, erzählen diese Posts etwas darüber, wie junge Stimmen in der Up2Youth Kampagne sichtbar gemacht wurden.

Up2Youth (#Up2Youth) ist eine Erasmus+ Kooperationspartnerschaft mit Partnerorganisationen aus Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Deutschland. Das Projekt fördert die aktive Beteiligung von Jugendlichen durch kulturelle Aktivitäten.

Im Rahmen des Projekts haben sich in jedem Land lokale Fokusgruppen getroffen. Sie diskutierten, wie junge Menschen heute in ihrer Gemeinschaft oder in ihrem Land wahrgenommen werden und was sich ändern müsste, damit sie sich stärker gehört und einbezogen fühlen. Die Antworten wurden von einer Arbeitsgruppe junger Menschen im Campaigning Lab der griechischen Partnerorganisation United Societies of Balkans ausgewertet. Auf dieser Grundlage entstand eine gemeinsame Kampagne „Younge Changemaker“ mit dem Motto "Don't assume, start listening".

Die Kampagne umfasst fünf Posts und zehn kurze Videos. Darin erzählen junge Menschen aus verschiedenen Ländern Europas, wie sie in ihren Städten und Gemeinschaften etwas bewegen. Zu sehen ist zum Beispiel Kilian (16), für den Rap sein Weg ist, seine Stimme zu erheben, neben seinem Alltag als Bäcker. Oder Anastasiia (26), die aus der Ukraine kommt, in Berlin lebt und bereits über 20 Jugendprojekte mitorganisiert hat. Was diese jungen Menschen verbindet, ist ihr Wunsch, ernst genommen zu werden.

Die Auswertung der Fokusgruppen zeigt: Viele Jugendliche fühlen sich trotz ihres Engagements übersehen oder unterschätzt. Sie wünschen sich weniger symbolisches Zuhören und mehr echte Mitentscheidung sowie Vertrauen, Anerkennung und konkrete Räume für Beteiligung.

Um diese Themen und Gefühle sichtbar zu machen, wirken fünfzehn Beiträge im schnellen Takt von Social Media zunächst wie ein kleiner Impuls. Die besondere Stärke der Kampagne lag jedoch darin, dass dieselben Inhalte über die Kanäle aller fünf Partnerorganisationen verbreitet wurden. Es gab keinen zentralen Projektaccount, stattdessen wurden bestehende Strukturen genutzt und Reichweite gebündelt.

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