Mut zum Wandel, Mut zum Handeln

20+

200

DE + PL

"Mut zum Wandel, Mut zum Handeln - Entwicklung, Erprobung und Optimierung neuer Methoden Transformativen Lernens in Deutschland und Polen“ ist ein Projekt zur Förderung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und insbesondere transformativem Lernen.

Im Mittelpunkt steht eine modulare Fortbildungsreihe aus zehn 4-tägigen thematischen Seminaren, die sich an Lehrkräfte sowie Multiplikator*innen der außerschulischen Bildungsarbeit aus Deutschland und Polen richtet. Diese bekommen Gelegenheit ihre Kenntnisse und Kompetenzen für eine zukunftsfähige Welt auszubauen, neu erlernte Methoden und Ansätze im eigenen Arbeitskontext anzuwenden und in einen grenzüberschreitenden Fachaustausch zu treten. Die Ergebnisse werden in einem Methodenhandbuch festgehalten. Zur Vernetzung mit weiteren relevanten Akteure sorgen außerdem drei Fachtagungen in Deutschland und Polen.

Weiterlesen

Das Projekt nimmt insbesondere zwei Herausforderungen in den Blick: Zum einen möchte es dazu beitragen, die Diskrepanz zwischen Wissen zu nachhaltiger Entwicklung und entsprechendem Handeln zu verringern, und zum anderen das oft knappe Fortbildungsangebot im Bereich BNE für Multiplikatoren der formalen und non-formalen Bildung ausweiten.
Transformatives Lernen wird im Projektkontext verstanden als kritisch-emanzipatorischer Ansatz innerhalb der BNE, der sich mit den Ursachen bestehender globaler Herausforderungen beschäftigt und nach Ansätzen sucht, diesen durch problemorientiertes und erfahrungsbasiertes Lernen im Kontext der „Großen Transformation“ zu begegnen. Er orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) sowie an der Zielsetzung eines „Guten Leben für alle“. So lassen sich insbesondere auch vermeintlich unverrückbare wirtschaftliche und gesellschaftliche Paradigma hinterfragen und als eine Bedeutungsperspektive unter mehreren einordnen. Wichtig ist uns dabei das Aufzeigen konkreter Alternativen – ob Solidarische Landwirtschaft, RepairCafés, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilitätslösungen, erneuerbaren Energien oder Formen des solidarischen Miteinanders und Wirtschaftens: Wandel ist möglich – mit Mut zum Handeln!

Ziele des Projekts

  • Förderung des grenzüberschreitenden Fachaustauschs von Bildungsakteuren im Sinne des Peer-Learning
  • Verbreitung profunder Kenntnisse über Situation und Perspektiven von sozial-ökologischer Transformation, BNE und transformativem Lernen in Deutschland und Polen
  • Vermittlung von Methodenkompetenz zu transformativem Lernen als kritisch-emanzipatorische BNE (z.B. Förderung von Gestaltungskompetenz, Reflexionsfähigkeit, Selbstwirksamkeit)
  • Sicherung des Transfers in die Praxis: Befähigung zur konkreten Anwendung erlernter Methoden im eigenen Arbeitskontext und intensive Reflexion der Methoden und der Rolle der Anleitenden als „Lernbegleiter*innen“
  • Gesteigerte Sichtbarkeit von praktizierte Alternativen und konkrete Projekte guter Praxis im Bereich sozial-ökologischer Transformation in Deutschland, Polen und Drittländern
  • Verbreitung des im Projektverlauf gewonnenen Wissens in Form eines polnischsprachigen Methodenhandbuchs
  • Bereicherung des BNE-Diskurses in Deutschland und Polen um die Perspektive des „transformativen Lernens“
  • Vernetzung von Akteuren aus Bildung, Forschung, Zivilgesellschaft, Politik und Medien zur Stärkung der BNE

Zielgruppen:

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Multiplikator*innen aus Deutschland und Polen: Lehrkräfte aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen der Sekundarstufen I und II sowie Multiplikator*innen der außerschulischen Bildungsarbeit in den Bereichen Nachhaltigkeit, BNE, Transformatives Lernen, Globales Lernen, Umweltbildung usw. Die thematischen Fachtagungen bringen die Bildungsfachkräfte darüber hinaus auch in  einen Austausch mit Akteuren aus Forschung, Zivilgesellschaft, Politik und Medien. 

Themenschwerpunkte:

Die 10 je 4-tägigen Module ermöglichen den Teilnehmenden durch den modularen Aufbau eine thematische Schwerpunktsetzung nach eigenen Interessen und Vorlieben. Zwecks Netzwerkbildung und Erfahrungsaustausch nach der Anwendung im eigenen Arbeitskontext sind die Teilnehmenden eingeladen, an mindestens zwei der handlungsorientierten, methodisch vielfältigen Fortbildungsmodule teilzunehmen.

Die Themen der Seminarmodule und Fachkonferenzen beinhalten u.a. folgende Aspekte:

  • Vom Wissen zum Handeln – Eine Einführung in Transformatives Lernen (5.-9.9.2018)
  • Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst? - Grundlagen der Wachstumskritik (17.-20.1.2019)
  • Macht Wachstum glücklich? – Wohlstand jenseits von Arbeit, Konsum und Wettbewerb (21.-24.3.2019)
  • Lebensmittel zum Zweck – Wie kann sich die Menschheit im 21. Jahrhundert ernähren? (16.-19.05.2019)
  • Lernen von und mit der Natur – Erlebnispädagogische Ansätze in der BNE (1.-5.6.2019)
  • Wachstum und Wandel in uns – Mentale Infrastrukturen in Kapitalismus und  Postwachstumsgesellschaft (27.11.-01.12.2019)
  • Unbegrenztes Wachstum auf einem begrenzten Planeten? – Die ökologischen Grenzen der Erde (07.-10.02.2020)
  • Wachstum und Wachstumskritik aus wirtschaftlicher Perspektive (22.-25.05.2020)
    ** Wurde aufgrund der Corona-Pandemie leider abgesagt **
  • Ist eine gerechtere Welt möglich? – Globalisierung aus post-kolonialer Perspektive (Online-Workshop, mehrere Module zwischen 11. und 17.09.2020)
  • Für eine gerechte Zukunft für alle - Menschen stärken für nachhaltiges Leben und Handeln (22.-25.01.2021)

Förderer

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW).

Nächstes Training:

Für eine gerechte Zukunft für alle - Menschen stärken für nachhaltiges Leben und Handeln  

Datum und Ort: 22.-25.01.2021; Schloss Trebnitz (ca. 60km von Berlin)
** sollte ein Präsenz-Format nicht möglich sein, wird das Seminar online durchgeführt**

Themen: Bildung für die sozial-ökologische Transformation, Lernen von realen Alternativen, Selbstfürsorge
Art des Trainings: interaktive Methodenfortbildung rund um Bildung für die sozial-ökologische Transformation; Raum für Reflektion, Anpassung an eigene Kontexte und Vernetzung
Teilnehmende: Trainer*innen, Workshopleitende, Lehrer*innen, Aktivist*innen und weitere Transformationsinteressierte und Multiplikator*innen aus PL und DE
Trainer*innen: Esther Wawerda und Christoph Sanders (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig)
Kosten: 60-100 EUR für Teilnehmende mit Wohnsitz in Deutschland (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Projektsprache: Englisch

Nähere Informationen hier
Anmeldung hier

Fachtagung: "Aushandlungsprozesse zu ökologischen Herausforderungen - zukunftsfähige Allianzen"

Datum: 11.-12. Februar 2020
Ort: Trebnitz/Müncheberg
Format: Deutsch-polnische Fachtagung
Kernfrage:Wie gelingen im ländlichen Raum Dialog und zukunftsfähiges gemeinsames Handeln zwischen Vertreter*innen von ökologischen und sozio-ökonomischen Anliegen? 
Schwerpunkte: Agrar- und Energiewende, Schutzgebiete
Zielgruppen: Zivilgesellschaftlich Engagierte (z.B. in Initiativen, Vereinen, Verbänden), Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft - aus Deutschland und Polen
Sprachen: Deutsch und Polnisch (mit Dolmetschung)

Einladung

Tagungsprogramm

Video mit Impressionen (2 Min.)

Tagungsdokumentation

Kontakt
Elisabeth Kremer

Kreisau-Initiative e. V.
c/o Allianz AG
Merlitzstraße 9
12489 Berlin
Tel.: +49 (0)30 / 53 89 31 63 65