Model International Criminal Court

15+

60

Welt

Beim Model International Criminal Court (MICC) simulieren junge Menschen aus verschiedenen Ländern die Endphase mehrerer Prozesse vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

Dabei setzen sie sich intensiv mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und internationalem Strafrecht auseinander. Fälle aus historischen wie aktuellen Geschehnissen werden hier modellhaft verhandelt. MICC School richtet sich dabei an Schüler*innen und MICC University an Studenten*innen.

Das Projekt steht im Zeichen des Erbes des Kreisauer Kreises, der neben dem demokratischen Wiederaufbau Deutschlands auch Überlegungen zu der Bestrafung der Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten durch einen Internationalen Gerichtshof führte.

MICC School

Beim MICC School simulieren Schüler*innen im Alter von 15 bis 19 Jahren aus verschiedenen Ländern die Endphase mehrerer Prozesse vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dabei setzen sie sich intensiv mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit und internationalem Strafrecht auseinander. Fälle aus historischen wie aktuellen Geschehnissen werden hier modellhaft verhandelt. Bisher wurden folgende Bereiche gewählt:

  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des II. Weltkrieges
  • Fälle, die vor dem Internationalen Jugoslawien Tribunal (ICTY) verhandelt wurden und noch immer werden
  • Fälle des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda (ICTR)

MICC University

MICC University bietet jungen Menschen – zumeist Studenten*innen des Rechts, der Internationalen Beziehungen oder Journalismus – aus verschiedenen Nationen eine Möglichkeit, über Menschenrechtsverletzungen in verschiedenen sozialen und politischen Kontexten zu reflektieren und sich über Möglichkeiten des Schutzes von Menschenrechten auszutauschen. Das Projekt will damit einen Beitrag zu der Menschenrechtsbildung und –ausbildung leisten.

In der Simulation debattieren mehrere Studenten*innenteams einen hypothetischen Fall eines Kriegsverbrechens, von der Anklage bis hin zu den Verhandlungen über die Entschädigungszahlungen an die Opfer. Ein Presseteam von ca. 10 Studenten*innen verfolgt die Verhandlungen des MICC und verknüpft die Berichterstattung mit realen Hintergründen zu aktuellen Menschenrechtsproblemen. Die Ergebnisse werden in Form einer Zeitung und einer Pressekonferenz präsentiert.

Während des fünftägigen Programms wird die Simulation mit Trainingseinheiten und Seminaren zu aktuellen Themen des Internationalen Strafrechts und Menschenrechts kombiniert.

Mehr Informationen: model-icc.org

Ziele des Projekts

  • Simulation des Internationalen Strafgerichtshofs für Schüler_innen und Studenten_innen
  • Menschenrechtsbildung
  • Intensive Auseinandersetzung mit Verbrechen gegen Menschlichkeit und dem internationalen Strafrecht
  • Vermittlung von Verantwortung, Empathie und Solidarität
  • Achtung der Menschenwürde und Gerechtigkeitssinn.

Partner und Förderer

Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Polen

Gefördert wird das Projekt von:
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft"
EU-Programm "Erasmus+"
Reinhard Frank-Stiftung
Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur