Past2Present4Future

18–25

32

BA, DE, HR, RS

Im Past2Present4Future-Projekt beschäftigen sich 32 junge Menschen ein Jahr lang mit dem Thema Erinnerung und damit verbundenen historischen und gegenwärtigen Fragen. Auf dieser Grundlage entstehen Bildungsmaterialien für jüngere Generationen. Ziel ist es, dass junge Menschen aus der Geschichte des zweiten Weltkriegs lernen und europäische Werte wertschätzen.

Der Ausgangspunkt für das Projekt ist das Bedürfnis, jungen Menschen innovative, von Gleichaltrigen geführte Geschichtsbildung anzubieten, die gegenwärtige Probleme mit einbezieht. Die Teilnehmer*innen entwickeln ein tiefes Bewusstsein für historische Ereignisse. Sie nehmen an interaktiven und abwechslungsreichen Seminaren teil, besuchen historische Orte der Verbrechen des Nationalsozialismus und führen Projekte durch.

Vor dem Hintergrund des Wiedererwachens des Geschichtsrevisionismus im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg im Bereich des Westbalkans ermöglicht die Teilnahme am Projekt den Austausch zwischen Jugendlichen in Deutschland und im Westbalkan. So lernen sie gemeinsam, wie man die Vergangenheit aufarbeiten kann und wie dieser Prozess (bzw. sein Fehlen) die Gesellschaft beeinflusst. Das heutige Europa ist für manche selbstverständlich, man muss aber immer wieder europäischen Werte und den Wert des Zusammenhalts betonen. Sie werden im Laufe des Projekts vermittelt, so dass die Teilnehmer*innen ein gutes Verständnis von ihnen erhalten und sie selbst leben wollen.

Das P2P4F-Projekt zielt darauf ab, ein neues, ganzheitliches und umfassendes Modell für ziviles Engagement junger Menschen durch historische Menschenrechtsbildung zu entwickeln. Das geschieht durch inhaltliche Beteiligung, Besuche von historischen Orten, fesselnde Vorträge, Gruppenaktionen und die gemeinsame Bearbeitung von Bildungsmaterialien und Begleitung von Trainer*innen mit Erfahrung in kritischer Pädagogik.

Ziele

  • junge Menschen beschäftigen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auf eine neue Art und Weise, dass sie kritisches historisches Bewusstsein entwickeln;
  • junge Menschen aus Deutschland und dem Westbalkan setzen sich mit historischen Narrativen vom zweiten Weltkrieg und derzeitigen Narrativen über Europa (Migration, Populismus, Geschichtsrevisionismus, Zusammenhalt in Europa) auseinander. Dadurch werden Erfahrungsaustausch und die europäische Solidarität gefördert;
  • junge Menschen werden in ihrer Handlungsfähigkeit in Bezug auf Themen wie Erinnerung, Gedenken und individuelles Handeln gegen Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit verstärkt;
  • junge Menschen werden ein Vorbild und Inspirationsquelle für Gleichaltrige (durch Dokumentation und Unterrichtspläne), die sich mit geschichtlicher Erforschung und Erinnerung beschäftigen wollen.

Projektdauer

Juni 2020 bis November 2021

Partner

Open Communication, Serbien
HERMES, Kroatien
Western Balkans Network, Bosnien und Herzegovina