Histoire Croisée (Entangled History)

 

18+

18

DE, PL, UA

Histoire Croisée ist ein internationales Training für die Entwicklung von Methoden in der non-formalen historisch-politischen Bildung.

"Entangled History as a perspective for non-formal education" ist eine Projektreihe bestehend aus einem Training für Fachkräfte der Jugendarbeit und einer internationalen Jugendbegegnung. Während des Projekts kommen 18 Fachkräfte und 30 Jugendliche aus Deutschland, Polen und der Ukraine zusammen um Methoden der non-formalen historisch-politischen Bildungsarbeit vor dem Hintergrund unserer diverser werdenden Gesellschaften zu entwickeln und modifizieren. Aufgrund von Globalisierung und Migration sind unsere Gesellschaften in den letzten Jahren immer diverser geworden, sodass die non-formale Bildungsarbeit vor der Herausforderung steht, diese Diversität in ihre Projekte zu integrieren. Die historisch-politische Bildung sieht sich dadurch mit der Aufgabe konfrontiert, alte Narrative aufzudecken und multiperspektivische Betrachtungsweisen auf historische Ereignisse zu integrieren. Die multiperspektivische Betrachtung des Holocaust und die daraus folgenden Schlüsse auf marginalisierte Gesellschaften und Diskriminierung heute bilden somit die Schwerpunkte des Projekts "Entangled History as a perspective for non-formal education". Weitere Ziele sind die Stärkung von Toleranz, das Anregen zum kritischen Denken und die Sensibilisierung der Teilnehmenden für Diversität und eine Stärkung des Bewusstseins für Diskriminierung.
Während des Trainings werden Methoden entwickelt und modifiziert, die in der anschließenden Jugendbegegnung Anwendung finden und welche die Multiplikator*innen in ihrer lokalen Jugendarbeit einsetzen können. Die Methoden werden außerdem anschließend sowohl in einem Handbuch als auch auf einem Projektblog veröffentlicht.

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Histoire Croisée ist ein geschichtswissenschaftlicher Ansatz für eine multiperspektivische Geschichtsschreibung transnationaler Geschichte. Sie fordert bei der Analyse eines historischen Ereignisses die Berücksichtigung möglichst vieler Perspektiven (nationale, individuelle, wissenschaftliche, historische, zeitgenössische etc.) und ständige Reflexion des eigenen Standpunktes. Darüber hinaus soll die Wechselwirkung mit anderen historischen Ereignissen nicht außer Acht gelassen werden. Dieser Ansatz befördert sowohl eine miteinander verflochtene, über nationalstaatliche Grenzen hinausgehende Geschichtsschreibung als auch eine größtmögliche Neutralität und Empathie durch die Berücksichtigung möglichst zahlreicher Perspektiven.

Das Ergebnis des Trainings ist ein Online-Methodenhandbuch.

Ziele des Projekts

  • Kritische Betrachtung von historischer Bildung
  • Multiperspektivische Untersuchung von Geschichte
  • Vermittlung von Verantwortung, Empathie und Solidarität
  • Bereitstellen und Entwicklung von Methoden für die non-formale historisch-politische Bildung (mit Jugendlichen.

Partner

Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung

Museum Gross-Rosen

Institut für angewandte Geschichte

Stiftung ChangeLog

Ukrainian Centre for Holocaust Studies

 

 

Förderer

Das Projekt wird durch das EU-Programm Erasmus+ kofinanziert.

Methodenbuch

Das Online-Methodenhandbuch enthält ausgewählte Methoden, die die Teilnehmer*innen überarbeitet und neu entwickelt haben. Die Methoden zeigen, wie deutsch-polnische und deutsch-griechische Geschichte mit dem verflechtungsgeschichtlichen Ansatz analysiert und in einem non-formalen Bildungskontext verwendet werden kann. Es wurde in seiner zweiten Auflage von Multiplikator*innen der Jugendarbeit aus Deutschland, Polen und der Ukraine überarbeitet und ergänzt.

Darüber hinaus eignen sich die Methoden aber auch dazu, sie in unterschiedlichen (kulturellen, religiösen, nationalen, sozialen etc.) Kontexten anzuwenden.

174 Seiten, Sprache: Englisch