„Entangled History as a perspective for non-formal education“ – internationales Training in Bereich Holocaust-Bildung

27.07.2021  |  Projektausschreibung

„Entangled History as a perspective for non-formal education“ ist ein internationales Training, in dem Sie an Holocaust-Bildung interessierte Menschen aus Deutschland, Griechenland und Polen begegnen sowie neue Ansätze und Methoden in der non-formalen Bildung lernen.

Die Holocaust-Bildung und der Verflechtungsgeschichte-Ansatz (bekannt auch als histoire croisée) bilden die Schwerpunkte des Trainings. Mit dem Ansatz lassen sich historische Ereignisse aus mehreren Perspektiven betrachten statt aus einem nationalen Standpunkt. Es wird davon ausgegangen, dass Ereignisse verflochten und voneinander abhängig sind und ihre Interpretation kann je nach Dimension (z. B. Zeit, Ort, Akteur) variieren. Daher fordert er bei der Analyse eines historischen Ereignisses die Berücksichtigung möglichst vieler Perspektiven (nationale, individuelle, wissenschaftliche, historische, zeitgenössische etc.) und ständige Reflexion des eigenen Standpunktes.
Mehr zu dem Ansatz finden Sie in dem Handbuch, das nach einer der früheren Projektreihen veröffentlicht wurde.

Das Training beginnt in Krzyżowa/Kreisau. Ab dem fünften Tag wird das Programm in Auschwitz/Oświęcim fortgesetzt (eine gemeinsame Busfahrt wird organisiert). Es ist eine einzigartige Gelegenheit, um das Bildungspotenzial der beiden historischen Orte in Bezug auf den Verflechtungsgeschichte-Ansatz in einem Training zu erkennen.

Im Training werden Sie lernen:

  • Methoden anzuwenden, zu entwickeln und anzupassen, die bei den für das Jahr 2022 geplanten internationalen Jugendbegegnungen in Polen und Griechenland (als ein Teil des gesamten „Entangled History“ Projekts) und in Ihrer alltäglichen Jugendarbeit eingesetzt werden können,
  • verschiedene Perspektiven auf dasselbe historisches Ereignis zusammenzuführen,
  • persönlichen Bezug zum Thema durch die eigene Familiengeschichte herzustellen,
  • historische Bildung Kritisch zu betrachten,
  • kritisches Denken und Sensibilisierung dafür, dass Geschichte aus mehreren Perspektiven untersucht werden kann.

Das Training richtet sich an Sie, wenn Sie:

  • eine Fachkraft mit Erfahrung in der Jugendarbeit, Holocaust-Bildung, politisch-historischer Bildung sind (bzw. es werden möchten),
  • mit Jugendlichen arbeiten (bzw. es machen möchten),
  • Ihre Lehrfähigkeiten entwickeln und neue Methoden sowie Ansätze lernen möchten,
  • mindestens 18 Jahre alt sind,
  • in Deutschland, Polen oder Griechenland leben (Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle),
  • ausreichend Englisch sprechen, um aktiv teilnehmen zu können.

Termin: 11.-18.10.2021

Orte:
11.-15.10.: Internationale Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau
15.-18.10.: Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz

Teilnahmegebühr: Teilnehmer*innen aus Deutschland: 90 EUR, Polen: 40 EUR, Griechenland: 30 EUR
Verpflegung und Unterkunft sind inbegriffen. Reisekosten werden für Teilnehmer*innen aus Deutschland und Polen bis zu 180,00 EUR erstattet, für Teilnehmer*innen aus Griechenland bis zu 275,00 EUR.

Sprache: Englisch

Partnerorganisationen:
Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung (Polen)
Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz (Polen)
EUphoria (Griechenland)

Ansprechpersonen:
Deutschland: Merle Schmidt (schmidt [at] kreisau.de)
Griechenland: Kalliopi Manoudi (euphoria.mailbox [at] gmail.com)
Polen: Judith Hoehne-Krawczyk (hoehne [at] mdsm.pl)

Melden Sie sich über das Anmeldeformular an.

Anmeldefrist: 15.9.2021

Förderung: Das Training wird durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union und Rotary International gefördert.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung nur dann stattfindet, wenn die Pandemielage es erlaubt.
Vor dem Training erhalten Sie unser Hygienekonzept, das während der Veranstaltung gelten wird.
Teilnehmen dürfen nur gegen SARS-CoV-2 vollständig geimpfte Personen sowie Personen mit einem negativen Testergebnis.