Texte und Dokumente

An dieser Stelle dokumentieren wir Texte, Reden und andere Dokumente, die als Beiträge in der Diskussion um das Erbe und die Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus angesehen werden können, in denen Entwicklungen des Projektes Kreisau sichtbar werden oder die andere inhaltliche Impulse im Weiterdenken der Kreisauer geben können.

  • Die Verteidigung der europäischen Menschlichkeit

    Aus Anlass des 60. Jahrestages des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 sprach Freya von Moltke in der Berliner Matthäuskirche über das Erbe des Widerstandes. "Ja, es hat deutschen Widerstand gegeben, aber zurückschauend erscheint er schwach. Er blieb erfolglos, und politisch verändert hat er nichts. [...] Aber auch heute noch muss ich klar und deutlich feststellen: Jede Form und jeder Akt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus hat sich gelohnt. Nichts davon war vergeblich. [...] Es hat sich gelohnt, weil der deutsche Widerstand die europäische Menschlichkeit in Deutschland lebendig gehalten hat."

  • Erinnerungen an Harald Poelchau

    Freya von Moltke und Clarita von Trott erinnern sich an Harald Poelchau, den Vertrauten und Gefängnispfarrer in Tegel und Plötzensee, der ihnen während der schwersten Stunden ihres Lebens zur Seite stand.

  • 60 Jahre 20. Juli und Warschauer Aufstand

    Der deutsche Widerstand - für den der 20. Juli stellvertretend steht - ist heute in seiner Vielfalt der beteiligten Gruppen als Kampf gegen Barbarei und Staatsverbrechen, für Freiheit und Recht anerkannt. In Polen wurde der Warschauer Aufstand, ausgelöst am 1. August 1944, zum Symbol des polnischen Schicksals im Zweiten Weltkrieg. Trotz seines Scheiterns hatte er im Geschichtsbewusstsein der Polen immer einen positiven, zuweilen subversiven Platz. In Kreisau haben wir diese beiden ungleichen Ereignisse schon immer in einem gemeinsamen europäischen Kontext gesehen. 2004 nahmen womöglich erstmals Veranstaltungen zum 20. Juli auch auf den Warschauer Aufstand Bezug.

  • Die treibende Kraft der Stiftung Kreisau

    Zum Widerstand der Kreisauer und der demokratischen Opposition in Mittelosteuropa. Die Stiftung Kreisau ist aus dem Aufbruch der Völker Osteuropas hervorgegangen. Das Projekt ist von Menschen aus Polen und der DDR vor der Wende eingeleitet worden und war bereits zur Zeit des kalten Krieges gesamteuropäisch. In seinem Essay verortet Mark Huessy, Teilnehmer der ersten Kreisauer Konferenz in Polen am 3.-4. Juni 1989 die Entstehung der Stiftung im Aufbruch des Völkerfrühlings 1989-90 und zieht Parallelen zwischen dem Widerstand der Kreisauer und der Opposition in den kommunistischen Systemen Mitteleuropas.

  • Alfred Delp - Ein Zeuge

    Aus Anlass des hundertsten Geburtstages von Pater Alfred Delp SJ hielt Hans Maier in einer gemeinsamen Veranstaltung der Kreisau-Initiative Berlin mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand am 13. September 2007 einen Vortrag zu Leben und Wirken des Priesters, der die engen Verbindungen zwischen dem Kreisauer Kreis und der katholischen Kirche aufrechterhielt.

  • Predigt Margot Käßmann zum 100. Geburtstag Helmuth James von Moltkes

    Während eines Gottesdienstes in der Französischen Friedrichstadtkirche am 11. März 2007 aus Anlass des 100. Geburtstages von Helmuth James von Moltke hielt Dr. Margot Käßmann, Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, eine Predigt über einen Text aus dem 2. Brief an die Korinther.

  • Die Wahrheit verlangt fortwährende Erinnerung

    Auf Einladung von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hielt Prof. Bronisław Geremek, Außenminister a.D. der Republik Polen, in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages am 28. Januar 2002 zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" eine Ansprache. Sie zeigt - in einem dem Anlass angemessenen Kontext - die historischen Grunderfahrungen Polens auf, die letztlich für die Wahl des europäischen Weges ausschlaggebend sind.

  • Das bessere Leben