Zeitgeschichte und Menschenrechte

Geschichtslernen und Menschenrechtsbildung werden bei der bei der Kreisau-Initiative schon lange zusammen gedacht. Seit 2013 gehören die beiden Bereiche auch formal zusammen: Unser neuer Arbeitsbereich heißt seitdem „Zeitgeschichte und Menschenrechte“.

Geschichtslernen ist für uns mehr als Daten, Namen und Ereignisse zu vermitteln. Es geht darum, aus der Geschichte für die Gegenwart zu lernen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den nationalen Historiographien zu begreifen, deren Ursachen zu erkennen wie auch verbindende Elemente herauszustellen. Unser Anliegen ist es sowohl das Gedenken an den Kreisauer Kreis als auch die Erinnerung an den Kampf gegen totalitäre Diktaturen des 20. Jahrhunderts in anderen europäischen Ländern wachzuhalten.

Wir möchten, dass die Teilnehmer*innen bei unseren Bildungsprojekten erfahren, dass "die Kreisauer" Menschen waren, die in politischen Ausnahmesituationen durch persönlichen Mut, politische Urteilskraft und couragiertes Handeln die Würde und die Rechte der Menschen verteidigt haben. Menschenrechte sind in den Grundsatzerklärungen des Kreisauer Kreises von zentraler Bedeutung.

Menschenrechtsbildung ist zum einen Querschnittsthema in allen Bildungsangeboten der Kreisau-Initiative und zum anderen besonders im Fokus des Schwerpunktbereichs. Sie umfasst Bildungsprogramme zur Förderung von Gleichheit und Menschenwürde.

Wir verfolgen Menschenrechtsbildung mit einem ganzheitlichen Ansatz, der drei Lernfelder verknüpft: Wissensvermittlung (Lernen über Menschenrechte), Kompetenzerwerb (Lernen durch Menschenrechte) und Wertevermittlung (Lernen für Menschenrechte). Historische Menschenrechtsbildung bei der Kreisau-Initiative ist multiperspektivisch, interkulturell und innovativ gestaltet.