20 Jahre Fall der Mauer

Perspektiven für die Zukunft

Zweitägiger Workshop mit 120 Oberstufenschüler/innen aus Berlin und Brandenburg

2009 jähren sich die Friedliche Revolution in der ehemaligen DDR und der Fall der Mauer zum 20. Mal. Diese Ereignisse waren Ergebnis, aber auch Auslöser für tief greifende Veränderungen, die Deutschland und Europa Ende der 1980er Jahre erfassten.

Bei Massendemonstrationen im Herbst des Jahres 1989 zuerst in Leipzig, dann auch in anderen Städten der DDR, protestierten Zehntausende für das Ende der SED-Herrschaft und eine politische Neuordnung ihres Staates. Diese Entwicklungen führten schließlich in der Nacht vom 9. November 1989 zum Fall der Berliner Mauer.

20 Jahre nach dem Mauerfall und dem politischen Umbruch in Deutschland und Europa ist der Jubel um den friedlichen Zusammenbruch des Sozialismus verebbt. Die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit verläuft schleppend. Das Wissen über die SED-Diktatur sowie über die Ursachen und Hintergründe des historisch einzigartigen Wiedervereinigungsprozesses ist speziell bei Jugendlichen verschwindend gering. Im Geschichtsunterricht wird das Thema - wenn überhaupt - viel zu kurz behandelt.

Wie kam es überhaupt zum Mauerfall im November 1989 und der Deutschen Einheit 1990? Was hat sich seitdem im Westen und speziell im Osten Berlins verändert? Diesen und anderen Fragen sind die Schülerinnen und Schüler während der zwei Projekttage nachgegangen.

Sie sollten begreifen lernen, was die Grenzöffnung für die Bevölkerung der DDR und der Bundesrepublik bedeutete und wie er insbesondere die Stadt Berlin verändert hat. Dass Berlin nicht immer bundesdeutsche Hauptstadt war und heute keine Mauer mehr ihre Bewohner trennt, ist gerade jungen Menschen oft nicht bewusst. Die Spuren der deutschen Teilung wurden vielerorts beseitigt. Großbebauungen und gewaltige Sanierungswellen haben die Stadt verändert und dem Osten einen modernen Glanz gegeben. Junge Menschen können meist nur noch erahnen, dass das alles nichts mehr mit dem alten Ost-Berlin gemein hat. Die Projekttage gaben Schüler/innen die Möglichkeit, mehr über die Geschichte ihres Landes und im Besonderen ihrer Stadt zu erfahren.

Die acht zur Auswahl stehenden Workshops gingen das Thema des Mauerfalls methodisch unterschiedlich an und wurden von entsprechenden Fachleuten betreut. Jede/r Schüler/in wählte einen Workshop, der ihm/ihr am meisten zusagte.

Während der Projekttage ergründeten alle Teilnehmenden die Vorgeschichte des Berliner Mauerfalls und bearbeiteten die Geschehnisse des 9. November 1989 auf unterschiedliche Weise.

Am Ende des zweitägigen Programms stand eine Präsentation der Ergebnisse aller Workshops.

Workshopangebot:

  1. Der Mauerfall. Augenzeugenberichte aus Ost und West (1)
    Filmworkshop, Produktion eines Kurzfilms
  2. Der Mauerfall. Augenzeugenberichte aus Ost und West (2)
    Medienworkshop, Produktion eines Radiofeatures
  3. Im Wandel der Zeit: Menschen und Orte in West- und Ostberlin 1989 und 2009
    Fotoworkshop, Erstellung einer Fotoreportage (Digitalkameras sind bitte mitzubringen)
  4. Das Ende des Kommunismus in Europa
    Geschichtswerkstatt zu Hintergründen des Zusammenbruchs des SED-Regimes mit besonderem Blick auf die historischen Ereignisse in Polen
  5. Es geschah am 9. November 1989 in Berlin
    Theaterworkshop, Produktion einer Theaterperformance
  6. Deutsche Wiedervereinigung - Ein Denkmal
    Kunstworkshop, Erstellung eines Kunstwerks
  7. 20 Jahre Fall der Mauer
    Werbe-/Grafikworkshop, Entwicklung von Texten, Slogans und Grafiken
  8. 1989-2009: 20 Jahre Berlin ohne Mauer
    Schreibwerkstatt, Verfassen von Artikeln zur Veröffentlichung in der Berliner Tagespresse

Ziele:

  • Vermittlung historischen und politischen Wissens
  • Interesse für Geschichte, Politik und Zeitgeschehen wecken
  • Förderung selbstständigen Arbeitens und Präsentierens von Ergebnissen
  • Anregungen geben, politisch aktiv zu sein/ werden
  • Förderung des Verständnisses komplexer (welt-) politischer Zusammenhänge
  • Bewusstseinsschaffung für die Bedeutung demokratischer Grundwerte

Wir danken den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern der folgenden Schulen sehr, dass sie sich so produktiv und kreativ in das Projekt eingebracht haben:

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Eberswalde
  • Berta-von-Suttner-Oberschule aus Berlin
  • Katholische Schule Salvator aus Berlin
  • Katholische Schule St. Franziskus aus Berlin
  • Gymnasium Templin aus Templin                                        
  • Katholische Theresienschule aus Berlin
  • Evangelisches Gymnasium aus Doberlug-Kirchhain
  • Immanuel-Kant-Gymnasium aus Teltow.

Einige der Projektergebnisse finden Sie hier.

 Das Projekt wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk gefördert.

Projektkoordination

Sandra Hackert
Kreisau-Initiative Berlin e.V.
c/o Allianz
An den Treptowers 3
12435 Berlin

Tel.: +49-30-53 83 63 61
Fax: +49-30-53 02 79 23

Unser Partner

Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Christian Schleicher
(stv. Akademieleiter)
Tiergartenstraße 35
10785 Berlin
Tel.: +49-30-269 96 - 0
Fax +49-30-269 96 - 32 17

www.kas.de

Konrad Adenauer Stiftung
Brandenburger Tor, November 1989
Berlin, Brandenburger Tor, November 1989
Teilnehmer des Radioworkshops
Teilnehmer des Radioworkshops
Teilnehmende des Kunstworkshops
Teilnehmende des Kunstworkshops
Teilnehmende der Schreibwerstatt
Teilnehmende der Schreibwerstatt
Teilnehmer des Werbe-/Grafikworkshops
Teilnehmer des Werbe-/Grafikworkshops