Forum Dialog - Interkulturalität erleben

Das Projekt Forum Dialog möchte zum interkulturellen Dialog in Deutschland und Polen sowie zwischen Deutschen und Polen beitragen. Dazu treffen sich im Rahmen einer Jugendbegegnung in Kreisau/Polen VertreterInnen von ethnischen und religiösen Minderheiten und Mehrheiten beider Länder. Sie diskutieren gemeinsam über kulturelle Identitäten, praktizieren den interkulturellen Dialog im alltäglichen Miteinander vor Ort und nehmen ein Stück interkultureller Kompetenz in ihren jeweiligen Alltag mit.

Das Projekt Forum Dialog ist Preisträger des Förderwettbewerbs „Schulen im Trialog“ (2009/10) der Herbert Quandt-Stiftung

„Das religiös und kulturell vielfältige Miteinander in Deutschland und Europa bietet Chancen, kann aber auch Ursache für Konflikte mit interkulturellem Hintergrund sein.Diese Konflikte offenbaren eine wechselseitige Verunsicherung über Denkweisen andersgläubiger Mitbürger. Der Zusammenhalt der Gesellschaften Europas gelingt aber nur durch gegenseitiges Verständnis füreinander. Dabei spielt das Verständigungspotenzial der drei Kulturen Judentum, Christentum und Islam, die in ihrer Vielfalt das gemeinsame kulturgeschichtliche Erbe Europas und damit auch die „europäische“ Identität prägen, eine ebenso wichtige Rolle, wie die Fähigkeit des Einzelnen, mit religiösen und kulturellen „Unterschieden“ umzugehen.“
(Aus der Ausschreibung des Wettbewerbs)

Wo kann die Fähigkeit mit religiösen und kulturellen Unterschieden umzugehen besser erprobt werden als auf einer internationalen Jugendbegegnung zwischen VertreterInnen religiöser und ethnischer Mehrheiten und Minderheiten aus Deutschland und Polen?

Um diesem Ziel näher zu kommen organisieren die Kreisau-Initiative Berlin und die Liebig-Schule aus Berlin Neukölln eine deutsch-polnische Jugendbegegnung in Kreisau, die sich mit der Rolle von Kultur und Religion für einzelne Menschen und ganze Gesellschaften beschäftigt. Die Jugendlichen haben darüber hinaus die Chance, die drei großen Weltreligionen in Breslau hautnah kennenzulernen.

Im Rahmen eines Vorbereitungsworkshops werden die SchülerInnen der Liebig Schule auf die Begegnung, das Thema und das Aufeinandertreffen mit Menschen aus anderen Kulturen vorbereitet. Am 6.12.2009 geht es dann los nach Kreisau...

 

Das Projekt

Forum Dialog setzt sich zum Ziel, Jugendliche mit unterschiedlichen Migrationshintergründen aus Deutschland und Polen mit Jugendlichen der jeweiligen Mehrheitsgesellschaften zusammen zubringen. Sie sollen in Kreisau während einer deutsch-polnischen Begegnung die Chance haben sich auszutauschen, an Workshops teilzunehmen und gemeinsam Spaß zu haben. Dabei sind Themen wie Identität, Kultur und Werte im deutsch-polnischen bzw. interkulturellen Kontext stets präsent.

Das Projekt besteht seit 2006 und wurde inzwischen bereits 4-mal mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen durchgeführt. Ein spezieller Fokus liegt im Jahr 2008 auf dem Thema Religion. In Breslau soll das Thema im Rahmen eines Workshops im muslimischen Zentrum und beim Besuch einer Synagoge unmittelbar erfahrbar werden. Nach Bedarf können in Kreisau zusätzlich an 1-2 Nachmittagen kreative Workshops (Tanz, Kochen, Holzbearbeitung) angeboten werden. Wir bemühen uns die Angebote immer individuell auf die TeilnehmerInnen anzupassen! Für Nachfragen und genauere Absprachen wenden Sie sich bitte per Telefon oder E-Mail an uns.

Die Zielgruppe

  • Jugendliche zwischen 17-19 Jahren aus Deutschland und Polen
  • Jugendlichen aus verschiedenen "Migrations-Communities" aber auch aus der sog. Mehrheitsgesellschaft – der Mix ist wichtig, um eine einseitige Perspektive auf das Thema zu vermeiden!

Veranstalter

Forum Dialog wird gemeinsam von der Kreisau-Initiative Berlin e.V. und der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung organisiert. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zu Besuch in Kirche, Moschee und Synagoge (September 2008)

Was kann ich über das Verständnis von Religion in fremden Ländern erfahren? Fühlen sich Menschen, die einer religiösen Minderheit angehören gleichberechtigt behandelt? Und wenn dem nicht so ist, wie könnte man ihre Situation praktisch verbessern?

Diese und andere Fragen stellte ich mir, als ich mit fünf anderen Jugendlichen aus Berlin im Zug nach Legnica saß und immer weiter in unser östliches Nachbarland hinein fuhr. Dort angekommen trafen wir auf die polnischen Teilnehmer mit denen wir sogleich den Bus bestiegen, der uns nach Kreisau bringen sollte.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, hatten wir auch gleich Gelegenheit uns beim gemeinsamen Essen näher kennen zu lernen. Schnell merkten wir, dass es gar kein Problem war, uns mithilfe einer Englisch-Deutsch-Polnisch Mischung und viel pantomimischen Einfallsreichtums zu verständigen. Einige Kennlernspiele trugen ebenfalls dazu bei, dass wir schon am ersten Abend in gemischten Gruppen zusammen saßen und uns angeregt unterhielten.
Den nächsten Tag begannen wir mit einer Führung durch das Schloss, bei der uns viele interessante Einblicke in das Leben Helmuth James von Moltke und in die Geschichte Kreisaus gewährt wurden. Anschließend teilten wir uns in Kleingruppen auf, um bei bestem Wetter während einer Rallye das ehemalige Gut Kreisau und die Umgebung mit ihren vielen historischen Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust zu erkunden.

Für den nächste Tag hatten sich die Betreuer etwas besonderes einfallen lassen und einen Ausflug nach Breslau organisiert, bei dem wir Gelegenheit bekamen, ein  Kloster des Franziskanerordens zu besichtigen. Dies war sehr informativ und aufschlussreich, da der uns führende Mönch sich ausgezeichnet darauf verstand, die Führung sehr kurzweilig zu gestalten und all unsere Fragen geduldig beantwortete.

Direkt im Anschluss besichtigten wir das muslimische Zentrum Breslaus, in dem uns der Iman, wie der Vorsteher der muslimischen Gemeinde genannt wird, eine kurze Einführung in die Geschichte des Islam und die arabische Welt gab. So zeigte er uns zum Beispiel, wie unsere Namen in arabischen Schriftzeichen geschrieben werden und berichtete uns von der Eröffnung der muslimischen Gemeinde in den sechziger Jahren. Die große Besonderheit des muslimischen Zentrums liegt darin, dass es unmittelbar neben dem Kloster gelegen ist. Der respektvolle Umgang dieser beiden, in ihrem äußeren Erscheinungsbild so verschiedenen Religionen ist beeindruckend und ein Musterbeispiel für ein Miteinander in einer heterogen- religiösen Umgebung.

Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir weiter in den Ortskern, wo wir eine Synagoge besichtigten und von einem Rabbiner in die Sakramente des Judentums eingewiesen wurden, wonach er uns die korrekte Handhabung der heiligen Schriften, der Tora Rollen lehrte. Er berichtete auch von den abscheulichen Verbrechen des Naziregimes an den polnischen Juden, was zur Folge hatte, dass wir diesen heiligen Ort mit gemischten Gefühlen verließen. Nach einer gemeinsamen Erkundung des historischen Stadtkerns und anschließender Freizeit in Breslau bestiegen wir wieder den Bus, zurück nach Kreisau.

Die restlichen Tage verbrachten wir mit Workshops, die uns die Vorurteile der Gesellschaft in der wir Leben vor Augen führten und uns halfen, uns mit eben diesen auseinander zusetzen.

Auch sprachen wir viel über Strukturen innerhalb von Religionen und darüber, was der Glaube für uns selbst eigentlich genau bedeutet. Hier kam es immer wieder zu Diskussionen innerhalb der Gruppen und bei steigendem Gesprächsniveau war es uns auch nicht mehr möglich, auf die Übersetzungskünste der Anleiter zu verzichten.

Am letzten Tag bekochten sich die Gruppen gegenseitig mit Buletten und Pieroggi, danach feierten wir ausgelassen in der Disko, die in dem Keller des Schlosses stattfand. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder zurück nach Berlin, wobei wir um viele neue Erfahrungen und Freundschaften reicher geworden waren.

Richard Lütjens
Teilnehmer des Forum Dialog, September 2008

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Polen – Kreisau – Religion (Mai 2008)

Was fällt einem ein wenn man den Stadtnamen Kreisau hört? Nichts. Die Information, die uns erreichte, war lediglich, dass wir mit einer polnischen Gruppe ein Seminar für acht Tage besuchen werden. Begeisterung sah anders aus. Die ersten Stimmen wurden laut von wegen: wir werden den ganzen Tag schlafen.

Jugendliche aus Polen und Deutschland treffen aufeinander. Jeder hatte sein eigenes Paket mit Erwartungen und Vorstellungen – eines wollten alle gemeinsam: Spaß! Aus der 8-tägigen Veranstaltung wurde jedoch mehr, die TeilnehmerInnen lernten Land und Leute kennen und schätzen. Aus der voreingenommenen Haltung: "Wir können uns gar nicht unterhalten" wandelte sich das Bild um in "Wir können über viele Themen diskutieren anhand von Spielen und Workshops." Genau dieser Mix spiegelte sich in der Gruppe nieder, nicht nur, dass sie sich Kennen lernen konnten anhand von interkulturellen Interviews bzw. Spielen. Die Atmosphäre war sehr locker und jeder hatte die Möglichkeit eigene Erfahrungen bezüglich Kultur, Religion und Wertevorstellungen einzubringen. Obgleich in einem anderen Land aufgewachsen, hatte man nicht so sehr unterschiedliche Wertvorstellungen und Meinungen bezüglich verschiedener Themen. Vor allem wussten beide Seiten schon eine ganze Menge über die andere Kultur bzw. über die Religion der anderen.

In Breslau erhielten wir die Möglichkeit die drei großen Weltreligionen – jede auf ihre eigene Weise - kennen zu lernen. Das muslimische Zentrum war direkt neben der Franziskanerkirche und auch ein Rabbi zeigte uns die Synagoge mit den religiösen Reliquien. In dem muslimischen Zentrum hat Michael an alle Frauen gedacht und die unterschiedlichsten Kopftücher verteilt. Jede von uns hatte also eins und durfte somit beim Freitagsgebet dabei sein. Eine ganze Menge an Aktivitäten und Informationen, die bei uns einen sehr positiven Einfluss hinterlassen haben. Wir haben bemerkt, dass die religiösen Inhalte andrer Religionen nicht so sehr von den eigenen abweichen.

Das WIR-Gefühl wurde am Ende durch eine Bergwanderung gestärkt, wo alle nochmals mit allen reden konnten. Die Kommunikation funktionierte wunderbar auch ohne eine gemeinsame Sprache und vor allem durch Wortfetzen bzw. nonverbal.

Das konnte auch nur gelingen, weil alle Hand-in-Hand zusammengearbeitet und sich gegenseitig respektiert haben. Ich denke, das ist eines der wichtigsten Kriterien gewesen, um eine Gemeinschaft entstehen zu lassen. Der gegenseitige Respekt, der entstand, wurde nicht aus dem Lehrbuch gelehrt sondern in Kreisau gelebt.

Olcay Kaya
Sozialpädagogin und Betreuerin
des Forum Dialog im Mai 2008

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Auf den Spuren unserer Herkunft (Oktober 2007)

Im zweiten Durchgang des Jahres 2007 trafen sich im Rahmen des Projekts Forum Dialog junge Leute mit tunesischen, russischen, ukrainischen und lettischen Ursprüngen, um sich kennen zu lernen, auszutauschen und darüber zu diskutieren, wie Kultur und Werte unseren Alltag beeinflussen und wodurch sie geprägt werden.

Die integrativen Bestandteile des Programms, wie gemeinsame Ausflüge, Abendaktivitäten und Kochworkshops, trugen dann auch dazu bei, den interkulturellen Dialog ganz praktisch im Alltag erfahrbar zu machen. "Tanja aus Deutschland, deren Familie ursprünglich aus Kasachstan stammt, fand ziemlich schnell heraus, dass sie sich mit Eldar, der mit seinen Eltern nach 1990 aus Russland nach Polen emigriert ist, auf Russisch verständigen kann", meint Karoline Brandt, welche die deutsche Gruppe aus Hamburg nach Kreisau begleitete. "So war die Verständigung in der ganzen Gruppe kein Problem, da wichtige Dinge einfach aus dem Deutschen über das Russische ins Polnische übersetzt werden konnten."

In verschiedenen methodisch angelegten Workshops ging es darum zu reflektieren, was die eigene Kultur und die des jeweils Anderen ausmacht, wie man eventuell auftretende interkulturelle Konflikte bei Begegnungen mit anderen lösen kann. Dazu wurde unter anderem über Kultur, Werte und Stereotypen gesprochen. Besonders gut verlief der Workshop zum Thema ‚Herkunft und eigene Wurzeln’ am Donnerstagvormittag. Auf einer großen Landkarte sollten die Jugendlichen den Geburtsort ihrer Großeltern und ihren aktuellen Lebensmittelpunkt markieren. Die jeweils unterschiedlichen Orte wurden danach mit Pfeilen verbunden und Gründe für die Migrationsbewegungen diskutiert. Es war schön zu erleben, wie sich alle gegenseitig sehr aufmerksam zuhörten und sozusagen ein Stück weit in die jeweiligen Familienbiographien eingetaucht sind.

Auf diese Art und Weise gelingt es dem Projekt immer wieder aufs Neue, gelebten interkulturellen Dialog mit einer produktiven außerschulischen Lernatmosphäre zu verbinden und den Jugendlichen Raum für die Beschäftigung mit der eigenen Herkunft zu geben.  

Michael Teffel

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Anderen Kulturen näher kommen – und sich selbst (September 2006)

Wer bin ich – wer bist du? Jugendliche verschiedener Abstammung aus Deutschland und Polen gemeinsam auf Spurensuche

Krzyżowa. Eine multikulturelle Gemeinschaft hat sich in einem kleinen Dorf zusammen gefunden: Deutsche Schüler türkischer, russischer, mexikanischer und polnischer Abstammung treffen derzeit im niederschlesischen Krzyżowa auf polnische Schüler mit ukrainischem Hintergrund. Vom 9. bis zum 16.9. diskutieren die 16- bis 19-jährigen gemeinsam Probleme, erkunden die eigene Identität und bauen durch die internationale Begegnung Vorurteile ab."Ich finde, ich bin meinem Heimatland durch dieses Projekt noch näher gekommen", sagt Yasim Can Irden (16) aus Berlin. Der Deutsch-Türke hat durch Seminareinheiten und Freizeit erlernt, wie er sich mit Polen unterhalten kann – ohne ein Wort zu sagen. Wichtiger fand er jedoch, dass er sich, angeleitet durch erfahrene Pädagogen, seinen Werten, wie Religions- und Familienverbundenheit, näher gekommen ist. Gleichzeitig hatte er den Austausch mit Jugendlichen, die ganz andere Werte vertreten. "Jetzt kann ich sie besser verstehen", erklärt Yasim.

Durch kreative Methoden, wie Sprachanimation oder Simulationen erreichen die Pädagogen eine Lernatmosphäre, wie sie Schule kaum ermöglicht. Am Projekt nehmen mehrere Schüler teil, die die zehnte Klasse wiederholen und sich mit Freude beteiligen. Die kulturellen Unterschiede erkennen und spielerisch lernen, sind dabei die primären Ziele des Projekts. Unterschiede werden so auch als Vorteil erkennbar. Zueinander finden die Jugendlichen bei Seminaren über Themen wie Gewalt und Konflikt, aber auch beim gemeinsamen kochen und tanzen.

Durch diese Verknüpfung von theoretischen und praktischen Angeboten bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf vielfältige Art und Weise der Thematik zu nähern. Deshalb ist es für Dominik Sanchez (16) aus Berlin "eine gute Erfahrung für Kommunikation zwischen Menschen" und Yasim Can Irden freut sich, "dass ich die Polen kennen gelernt habe."

Daniel Wunderer

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Multikulturalität als Chance für das moderne Europa? (5.-12. November 2006)

60 Teilnehmende aus Deutschland und Polen waren in der ersten Novemberwoche in Kreisau, um über ihre Einstellungen, Rollenbilder, Stereotypen und Erfahrungen zu sprechen. Die verschiedenen Migrationshintergünde der Teilnehmenden, die von Vietnam über Kasachstan und der Türkei bis nach Deutschland reichten, gaben der Begegnung zusätzlich Salz in der Suppe. Doch stellte sich schnell heraus, dass die Unterschiede der Jugendlichen viel mehr darin lagen, ob sie 18 oder 16 Jahre alt waren, als darin, welchen Migrationshintergrund sie mitbrachten. Eine Erfahrung die durchaus Rückschlüsse auf eine positive Integration zulässt.

An den Vormittagen wurde über Rollenbilder von Frauen und Männer, Religion, Protest und Konflikt diskutiert, an den Nachmittagen gab es ein reichhaltiges Workshopsangebot. An drei Abenden gab es das leckere Essen der Kochgruppe, die Tanzgruppe begeisterte mit ihren Vorführungen, und die Lampions der Kunstgruppe sorgten für ein gemütliches Flair bei der Abschlussparty im Schlosskeller. Dass einige Jugendliche diese Party bis zum Frühstück ausdehnten, kann als Erfolg der Begegnung gewertet werden.

Die Jugendbegegnung konnte vor allem deswegen auf einem sehr hohen Niveau durchgeführt werden, da es genug finanzielle Mittel für Teamer
gab. So konnten Teamer und Teamerinnen von verschiedenen Vereinen (u. a. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste; Bildungsteam Berlin-Brandenburg, Angelius Silesius Haus Breslau) für das Projekt gewonnen werden. Sie brachten verschiedene Ansätze der Jugendarbeit mit ein, so dass ein v. a. methodisch vielfältiges Programm entstand.

Derzeit diskutieren wir ausgiebig, die Chancen und Möglichkeiten dieses Projekt zu wiederholen und möglicherweise in Kreisau zu etablieren.

Agnieszka Ćwieląg
Daniel Wunderer

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Projektkoordination

Michael Teffel
Kreisau-Initiative Berlin e.V.
c/o Allianz
An den Treptowers 3
12435 Berlin

Tel.: +49-30-53 83 63 63
Fax: +49-30-53 02 79 23

Die Teilnehmer lernen erste Sätze auf türkisch, deutsch und polnisch...
Die Teilnehmer lernen erste Sätze auf türkisch, deutsch und polnisch...
Diskussion über Religion und Werte während des interreligiösen Workshops
... und diskutieren über Religion und Werte während eines interreligiösen Workshops.

Beim Begegnungsmodell ‚Forum Dialog’ treffen sich Jugendliche aus Deutschland und Polen und setzen sich mit Stereotypen, interkultureller Kommunikation, ihren Wurzeln sowie verschiedenen Wertvorstellungen auseinander. Für mich als Oberschlesier war die gesamte Begegnung sehr interessant, ich konnte mir ein Bild davon machen, wie andere mit dem eigenen Familienhintergrund umgehen. Außerdem war die Veranstaltung insgesamt ein Stück wahr gewordene Multikulti-Utopie und, ehrlich gesagt, einfach schön.

Arkadiusz Błaszczyk, Freiwilliger der internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau, begleitete das Forum Dialog im Mai 2008

Gemeinsame Spurensuche…
Gemeinsame Spurensuche…
interkulturelles Kochen
... und interkulturelles Kochen

So fördern Projekte wie "Forum Dialog" den Perspektivwechsel, die eigentliche Kunst der Verständigung, die sich nicht am argumentativen Schlagabtausch festhält, sondern sich in die andere Person hineinversetzt. Dieser Perspektivwechsel ist es auch, der die Kreisauer Veranstaltungen so besonders macht.

Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), in ihrer Laudatio anlässlich der Verleihung des "Marion Dönhoff Förderpreises" an die Kreisau-Initiative Berlin, Dezember 2007