Bericht aus dem Stiftungsrat
von Annemarie Cordes
Im April fand die konstituierende Sitzung des neuen Stiftungsrats der Stiftung Kreisau statt. Der Rat setzt sich in einer ausgewogenen polnisch-deutsch-internationalen Mischung zusammen aus entsandten Vertreter/innen, die von den Vereinen und Initiativen im Kreisauer Netzwerk nominiert wurden, und Einzelpersonen, die durch die Netzwerk-Delegierten zugewählt werden. Dazu kommen je ein Vertreter bzw. eine Vertreterin der deutschen und der polnischen Regierung.
Im April wurde der neue Aufsichtsrat gewählt: Wiederwahl von Jürgen Telschow als Vorsitzendem, Benedikt Schneiders als Vize-Vorsitzender, als Aufsichtsratsmitglieder Mark Huessy, Anna Michalak-Pawłowska und Grzegorz Warzocha. In der Novembersitzung wurde der Aufsichtsrat durch die Zuwahl von Josef-Michael Samol komplettiert. Jürgen Telschow hatte bereits bei seiner Kandidatur angekündigt, dass er nur noch bis November 2010 für den Vorsitz zur Verfügung stünde. Bei der Sitzung im November 2009 teilte er dem Stiftungsrat mit, dass er sich bereits im April 2010 von seinem Amt zurück ziehen will.
Nach wie vor sind die finanziellen Sorgen ein zentrales Thema für Aufsichtsrat und Stiftungsrat der Stiftung Kreisau, auch wenn durch den abgeschlossenen Verkauf des Hotels Europeum in Breslau eine wichtige Entlastung und vor allem eine Konzentration der Energien auf Kreisau selbst geschehen ist. Kreisau lebt von der sprichwörtlichen „Hand in den Mund“: Es fehlt die institutionelle Grundsicherung, ohne die Kreisau keine adäquate Instandhaltung der großen, denkmalgeschützten Liegenschaften vornehmen, seine Preise angemessen für Jugendliche und für einkommensschwächere Gruppen gestalten sowie seinen Mitarbeitenden angemessene Entlohnung und Planungssicherheit bieten kann.
Ein wichtiger neuer Impuls ist die ökologische, nachhaltige Orientierung, sowohl für die Bildungsarbeit als auch für die Bewirtschaftung des Gutes Kreisau in Haus, Hof, Garten und Ländereien.

