Leaving Places - Shaping Places

Begegnungen am Bosporus

Deutsch-polnisch-isrealisch-türkischer Studierendenaustausch in Berlin, Wrocław und Istanbul sowie Internationale Tagung in Kreisau

Austausch in Berlin: 24.-26. September 2007
Austausch in Wrocław: 26.-28. September 2007
Symposium in Krzyżowa: 28.-30. September 2007
Austausch in Istanbul: 27. -30. März 2008

Ausgangspunkt des Projektes ist die Rolle der Türkei als Refugium für Flüchtlinge vor dem Naziregime, die Alliierten und deutschen Widerstandsgruppen während des zweiten Weltkrieges. Dieses eröffnet gleichzeitig den Blick auf eine weniger bekannte historische Rolle der Türkei im Kontext der Debatte um das "europäische" in der Türkei.

Von dort ausgehend, werden sich die Projektteilnehmer auch mit weiteren Eckpfeilern der Migrationsbewegungen von und nach Deutschland, Polen, Israel und der Türkei im 20. Jahrhundert beschäftigen.

Leaving Places – Shaping Places besteht aus zwei Komponenten:

  1. Einem Studentenaustausch an dem die Universitäten Kassel (Deutschland), Wrocław (Polen), Sabanci (Istanbul) und Hebrew (Tel Aviv) teilnehmen. Der Austausch führt die Studierenden nach Berlin, Wrocław und Istanbul, wo sie anhand von Seminaren, Vorträgen, Diskussionsrunden und Besuchen an historischen Stätten das Thema und seine Bedeutung für die jeweiligen Städte vor Ort erleben können.
  2. Einem Symposium "Encounters at the Bosphorus. Turkey during WWII", das sowohl die Teilnehmer des Austausches als auch weitere interessierte Menschen mit Wissenschaftlern und Publizisten aus diesem Feld zusammenbringen soll. Insbesondere soll dabei die historische Rolle der Türkei sowie das türkisch-europäische Verhältnis heute näher beleuchtet werden.

In Berlin, Wrocław, Krzyżowa und Istanbul wird das Thema in unterschiedlicher Art und Weise untersucht. Sei es ein Spaziergang durch die Mitte Berlins, um jüdische und türkische Spuren zu verfolgen oder ein Gespräch mit Experten, unter anderem einem Rabbiner, - die Studenten werden vor Ort erfahren, was Menschen zur Migration bewegt hat, welche Probleme sie erwartete und wo sie sich geborgen fühlen konnten. Dabei wird den Teilnehmern die jeweilige Kultur durch unterschiedliche Mittel ein Stück näher gebracht. Besonders wird auf ideologische Verfolgungen und die damit einsetzenden Wellen geschaut.

Ein weiterer Punkt ist das Kennenlernen von Vereinen und Gemeinschaften der anderen Kulturen, ihrer Aufgaben, Ziele und Erfolge. So wird nicht nur untersucht, wie die neue Umgebung die Menschen beeinflusst hat, sondern auch wie die Menschen ihre neue Umwelt veränderten.

Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Anna-Lindh-Euro-Mediterranean Foundation for the Dialogue between Cultures und der Robert Bosch Stiftung.

Projektkoordination

Isabelle Loewe
Joanna Szaflik-Homann

Kreisau-Initiative Berlin e.V.
c/o Allianz
An den Treptowers 3
12435 Berlin

Tel.: +49-30-53 83 63 62
Fax: +49-30-53 02 79 23