1989: Neue Wege

Aufbruch in ein Leben in Demokratie und Freiheit

Die Gewerkschaft "Solidarność" in Polen, der Runde Tisch, der Mauerfall, die Wiedervereinigung Deutschlands, freie Wahlen ... Seit 1989 leben wir in einer Wirklichkeit, die von den Ergebnissen der Revolutionen in Mitteleuropa geprägt ist. Je mehr wir uns zeitlich von diesen Geschehnissen entfernen, desto komplizierter ist es, die einzelnen Ereignisse zu erklären und desto mehr werden verschiedene Sichtweisen deutlich. Es gibt kaum ein Ereignis der 1980er und frühen 1990er Jahre, das nicht kontrovers diskutiert würde. Die Pluralität der Meinungen und Urteile über die "Wende" ist ein Beweis für die Komplexität dieses historischen Aufbruchs.

Durch das Seminar "1989: Neue Wege" haben die Deutsche Botschaft in Warschau und die Polnische Botschaft in Berlin, die Kreisau-Initiative Berlin, die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung sowie das Institut für Angewandte Geschichte junge Deutsche und Polen dazu angeregt, sich mit den Ursachen, Abläufen und Ergebnissen der Wendejahre zu beschäftigen. Am fünftägigen Projekt im Mai 2009 nahmen Studierende der Geschichte- und Politikwissenschaften aus Deutschland und Polen teil.

Im Programm gab es sowohl Platz für theoretischen Input und Diskussionen unter den Teilnehmer/innen, als auch für Besuche bei historischen Institutionen sowie Gespräche mit Zeitzeugen. Als Ausgangspunkt für die historischen Debatten und Vorträge dienten persönliche und familiäre Geschichten der Teilnehmenden. Anschließend diskutierten sie gemeinsam mit den Experten Felix Ackermann vom Institut für Angewandte Geschichte und Patryk Wasiak von der Universität Warschau über die Anfänge der Bürgerbewegung in Polen und der DDR sowie die Gründe und Folgen der oppositionellen Aktionen in diesen beiden Ländern. Das Seminar bot neben der Möglichkeit sich zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Polen auszutauschen, auch eine lebendige Begegnung mit der neusten Geschichte. So unterhielten sich die Teilnehmer/innen mit Mieczysław Ducin Piotrowski aus der Stiftung Polnisch-Tschechisch-Slowakische Solidarität und Ludwig Mehlhorn, Mitbegründer von Demokratie Jetzt über ihre oppositionelle Arbeit in den 1980er und 1990er Jahren. Auch die Besuche der Ausstellung „Europa – unsere Geschichte“ und des Instituts für Nationales Gedenken bildeten eine praktische Ergänzung zum theoretischen Diskurs.

Eine Reflektionsphase fand in Form eines journalistischen Workshops statt, der von Anja Schmidt aus der Deutschen Botschaft in Warschau, geleitet wurde. Anschließend schrieben die Teilnehmer/innen Artikel, die in Kürze auf der Seite der Deutschen Botschaft in Warschau veröffentlicht werden.

„1989: Neue Wege“ wurde gemeinsam von der Polnischen Botschaft in Berlin und der Deutschen Botschaft in Warschau initiiert, die Organisation des Seminars übernahm die Kreisau-Initiative Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung sowie das Institut für Angewandte Geschichte.

Das Projekt wurde gefördert durch die Deutsche Botschaft in Warschau und die Polnische Botschaft in Berlin sowie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Projektkoordination

Joanna Szaflik
Kreisau-Initiative Berlin e.V.
c/o Allianz
An den Treptowers 3
12435 Berlin

Tel.: +49-30-53 83 63 62
Fax: +49-30-53 02 79 23

  • 1989 - Neue Wege
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Dieses Projekt wird unterstützt durch die Polnische Botschaft in Berlin und die Deutsche Botschaft in Warschau sowie das Deutsch-Polnische Jugendwerk.

  • Deutsche Botschaft Warschau
  • Polnische Botschaft Berlin