Fair Life - Fair Play in Sport und Alltag
Begegnung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
Es erfordert Toleranz und Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein und Achtung vor dem Anderen, einen Gegner fair zu behandeln. Wer immer nur die Nummer Eins sein will, gerät leicht in Versuchung, die Spielregeln zu verletzen und zum eigenen Vorteil auszunutzen. Gerade Sport, bei dem die Regeln bewusst aufgestellt und eingehalten werden, bietet eine gute Reflexionsfläche für die Verhaltensweisen in der "Ellenbogengesellschaft".

Das Projekt „Fair Life“ – Idee und Inhalt
Sport ist konstitutiver Bestandteil eines jeden Fair Life. Mit Hilfe sportlicher Aktivitäten wird der abstrakt diskutierte Fairnessbegriff in konkrete Alltagspraxis übertragen. Im Rahmen inhaltlicher Workshops diskutieren die Jugendlichen Regeln in der Gesellschaft. Dabei bieten die Sportregeln eine Orientierungshilfe. Es geht um die Frage, wo außerhalb des sportlichen Bereichs Fairness "gelebt" werden kann. Nach und nach entwerfen die Jugendlichen eine Fairness-Charta, die in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau präsentiert wird.
Um das Erarbeitete konkret erfahrbar zu machen werden die inhaltlichen Workshops mit Sporteinheiten und Bewegungsspielen verknüpft. Unter der Leitung erfahrener Fachkräfte stehen unter anderem Ballspiele, wie Volleyball, Basketball, Fußball oder Brennball aber auch Staffeln und kreative Sportarten auf dem Programm. Darüber hinaus haben die Jugendlichen bei einem Geländespiel vor Ort, die Möglichkeit, sich intensiv mit dem historischen Ort Kreisau auseinandersetzen.
Je nach thematischem Schwerpunkt kann das Erlernte bei einem Tagesausflug vertieft werden. Hier bietet sich zum einen das nahe gelegene Breslau mit seinen historischen Sportstätten und dem sogenannten Toleranz-Viertel an. Denkbar ist aber auch eine deutsch-polnische Teamerfahrung im Hochseilgarten oder eine gemeinsame Wanderung in die schöne Umgebung Kreisaus.
Zitate von Teilnehmenden vergangener Fair Life Projekte
„Trotz der Schwierigkeiten der einzelnen Schüler war es eine harmonische Woche. Toll, dass es so etwas für Schüler gibt, die die Prävention zum Thema Ausländerfeindlichkeit und Toleranzerziehung besonders nötig haben. Sie haben das Angebot dankbar angenommen und waren durchweg auch von der Organisation, der Unterkunft und den Moderatoren begeistert. Die Schüler und Schülerinnen waren sehr traurig als die Begegnung zu Ende war und präsentierten ihren Mitschülern und der Stadt stolz die in Kreisau durchgeführten Aktivitäten."
(Mano Salokat, Sonderschullehrer aus Neustadt/Schleswig-Holstein, nahm an Fair Life mit seinen Schülern und Schülerinnen im Juni 2008 und Oktober 2011 teil)
„Zurück in der Schule, war spürbar, dass diese Woche alle verändert hat. Eine Schülerin sagte: „ Wir sind jetzt näher zusammen!“ Die weite Reise, ein großes Abenteuer für die Schüler, hat sich gelohnt. Ein Stück des Kreisauer Geistes haben wir alle mitgenommen. Wir wurden gefangen genommen, von den Geschichten des Orte uns der gegenwärtigen Energie. Ich habe gerade Freyas Biographie gelesen...“
(Steffen Buser, dt. Lehrer bei Fair Life im Juli 2012)
Fair Life wurde gefördert von der Rainer Bickelmann Stiftung, der F.C. Flick Stiftung, der Kreuzberger Kinderstiftung, der Stiftung van Meeteren, der Stiftung Egidius Braun, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, der Aktion Mensch, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam und dem Berliner Fußball Verband.
Projektkoordination
Kreisau-Initiative e.V.
c/o Allianz AG
An den Treptowers 3
12435 Berlin
Tel.: +49-30-53 83 63 65
Fax: +49-30-53 02 79 23


